BGN Berufsgenossenschaft Nahrungs­mittel und Gastgewerbe
Corona-Pandemie: BGN-Handlungshilfen für Betriebe

Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie

Wichtige Informationen zum Coronavirus

zurück zur Übersicht

Grundsätzlich gilt: Anordnungen und Vorgaben der zuständigen Stellen vor Ort (Gesundheitsämter, Ordnungsämter, etc.) sind rechtlich wirksam und müssen befolgt werden, unabhängig von den Ausführungen der BGN und ihr assoziierter Einrichtungen.

In Corona-Zeiten an Ihrer Seite

Sie wollen mit uns reden. Wir helfen Ihnen durch diese schwierige Zeit.

Ansprechpartner finden
Corona Virus / Computergeneriertes Bild
Corona-Pandemie

BGN-Handlungshilfen

Maßnahmenpläne, Gefährdungsanalysen, Kundeninformationen

weiterlesen

 

So schützen Sie andere und sich selbst!

Es gelten die gleichen Empfehlungen wie beim Schutz vor einer Virus-Grippe: Fassen Sie sich nach Möglichkeit nicht ins Gesicht, vermeiden Sie die Berührung der Schleimhäute im Gesicht (Mund, Augen, Nase). Insbesondere wird gute Handhygiene empfohlen, aber auch husten und niesen will gelernt sein. 
 

  • Halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen (ein bis zwei Meter).

  • Schütteln Sie keine Hände, vermeiden Sie enge Körperkontakte wie Küssen und Umarmen. Schenken Sie stattdessen ein Lächeln.

  • Entwickeln Sie weitere schützende Gewohnheiten! Fassen Sie Türklinken nicht direkt an. Drücken Sie Fahrstuhlknöpfe mit dem Ellenbogen oder nutzen Sie Treppen. 

  • Touch-Screens (Tablets, Smartphones) sind Keimträger 

  • Meiden Sie Menschenansammlungen

  1. Hände unter fließendes Wasser halten
  2. Hände gründlich einseifen: Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel.

  3. Der gesamte Vorgang des "gründlichen Händewaschens" sollte 20-30 Sekunden dauern. 

  4. Hände unter fließendem Wasser abspülen. In öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns Einweghandtuch oder Ellenbogen verwenden.

  5. Anschließend die Hände sorgfältig abtrocken, auch in den Fingerzwischenräumen. Danach Hände gut eincremen.

  1. Beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und wegdrehen.

  2. Am besten in ein Einwegtaschentuch husten und niesen. Nur einmal verwenden und direkt entsorgen.

  3. Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!

  4. Ist kein Taschentuch griffbereit: Beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.

Weitere Informationen:

https://www.infektionsschutz.de
Dort finden Sie kostenlose Poster in verschiedenen Sprachen. 

Aktuelle allgemeine und medizinische Informationen zum Coronavirus finden Sie auf den Internetseiten folgender Institutionen:

www.rki.de
Robert-Koch-Institut (RKI)

www.infektionsschutz.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

www.baua.de
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) 

www.bfr.bund.de
Bundesinstitut für Risikobewertung

www.bvlk.de
Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure

Maßgeblich sind die Informationen des Robert-Koch-Institutes, der zentralen Forschungs- und Referenzeinrichtung des Bundesministeriums für Gesundheit auch auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten.

 

Was Sie als Unternehmer tun müssen

Die wichtigste Orientierung bietet die
Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung im Sinne des SARS-CoV2-Arbeitsschutzstandard.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel
baua: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Externer Link

Corona-Regelungen der einzelnen Bundesländer
Externer Link

Ein Pandemieplan hilft: Auch Unternehmen, die noch keinen Pandemieplan erstellt haben, können dies jetzt noch tun. Er legt zum Beispiel fest, wer die Ansprechpartner im Betrieb sind und wie die interne Kommunikation erfolgen soll, welche Hygienemaßnahmen getroffen werden und wie die Arbeitsabläufe an die neue Situation angepasst werden können. 

  • Bei einem konkreten Corona-Verdacht sollten die betroffenen Beschäftigten nach Hause gehen und ihren Hausarzt oder Hausärztin informieren. Bis zum Bekanntwerden des Testergebnisses muss der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin in häuslicher Quarantäne bleiben. 

  • Im Betrieb sollten alle Kontaktflächen der betroffenen Person von unterwiesenen Reinigungskräften zunächst gründlich gereinigt werden. Eine Desinfektion von Oberflächen nach Kontamination durch COVID-19 erkrankte Personen kann eine Verbreitung des Erregers reduzieren. 

  • Es ist wichtig, die Personen, die unmittelbar Kontakt zu der Verdachtsperson hatten, zu ermitteln. Sollte sich der Verdacht einer Erkrankung bestätigen, müssen die Namen dieser Personen an das Gesundheitsamt übermittelt werden. 

  • Der Hausarzt oder die Hausärztin entscheidet über das weitere Vorgehen und stellt gegebenenfalls eine Krankschreibung aus. 

  • Bei einem positiven Testergebnis meldet der Arzt das Ergebnis an das Gesundheitsamt. Dieses wendet sich dann an den Betrieb und kann in Absprache mit dem Arbeitgeber weiter Regelungen treffen. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin bleibt 14 Tage in häuslicher Quarantäne, sofern keine Behandlung im Krankenhaus notwendig ist. 

  • Der Arbeitgeber sollte in dieser Zeit möglichst in Kontakt mit den betroffenen Beschäftigten bleiben, um Fragen zu Freistellung, Lohnfortzahlung, Heimarbeit oder Kontaktpersonen zu klären. 


Plakat: Coronavirus - Allgemeine Schutzmaßnahmen
Externer Link

Plakat: Schutzmasken - Wo liegt der Unterschied
Externer Link

Broschüre: Coronavirus SARS-CoV-2 – Verdachts-/Erkrankungsfälle im Betrieb
Externer Link

Ausbreitung des Coronavirus vermeiden – Betriebliche Maßnahmen
PDF-Datei

10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung
Externer Link

Aushang "Hände schütteln"
Externer Link

Klare Botschaften und sichtbare Hinweise, wie sich die Kunden zu verhalten haben, sorgen für eine ruhige Atmosphäre. Wer entspannt ist, bleibt eher auf Abstand. Wer ruhig und höflich kommuniziert, kann Streit vorbeugen.

Als Chefin oder Chef sollten Sie Ihren Mitarbeitern den Rücken stärken und sie unterstützen. Sorgen Sie für eine gerechte Arbeitsaufteilung, und kümmern Sie sich um die Belange der Mitarbeitenden.

Bei Konflikten mit Kunden, z. B. weil Waren nicht verfügbar sind, sollten Sie klare Regeln aufstellen und präsent sein.

Handreichungen einiger Bundesländer zur Beschäftigung schwangerer Frauen im während der Corona-Pandemie:

Ausführliche Informationen zu den Risiken des Coronavirus für schwangere Frauen und Säuglinge: 

Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
Externer Link

Wissen kompakt: Mutterschutzgesetz
Informationen zum neuen Mutterschutzgesetz 2018

Beschäftigte mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-Erkrankung sollten nicht im direkten Kundenkontakt eingesetzt werden. Sie sind auf die mögliche Bedeutung von Vorerkrankungen hinzuweisen.
Bei Unsicherheiten über die Relevanz einer Vorerkrankung sollen sich die Beschäftigten an den zuständigen betriebsärztlichen Dienst wenden.

Liste relevanter Vorerkrankungen
Externer Link

Das BMAS hat die Arbeitsmedizinische Empfehlung (AME) „Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten“ veröffentlicht. Sie richtet sich an die Verantwortlichen für den Arbeitsschutz im Betrieb, insbesondere an Arbeitgeber sowie Betriebsärzte und Betriebsärztinnen. 

Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten
Externe Verknüpfung

Wenn den Arbeitnehmern die Option freiwillig und unentgeltlich bewilligt wird, ist der Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung gewährleistet. Die Mitarbeiter bleiben weiterhin vertraglich an die ursprüngliche Firma gebunden und die Gehaltszahlung erfolgt durch diese Firma, es findet kein finanzieller Ausgleich mit den unterstützten Betrieben statt. Es darf keine gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung vorliegen.
Außerdem darf das Unfallrisiko in dem unterstützten Arbeitsbereich nicht merklich höher sein als in der ursprünglichen Tätigkeit in ihrem Betrieb.

Wenn vorhanden, ist das heimische Arbeitszimmer mit Schreibtisch und Bürostuhl der beste Platz zum Arbeiten. Aber auch wenn der heimische Küchentisch als Lösung herhalten muss, können Beschäftigte die Arbeit sicher und entspannt gestalten:

  • Gerät so aufstellen, dass möglichst keine Fenster oder Lichtquellen sich darin spiegeln oder ins Gegenlicht geschaut werden muss. Tageslicht kommt am besten von der Seite. 

  • Der Abstand zum Bildschirm sollte 50-70 cm betragen. 

  • Separate Tastatur, Maus und wenn vorhanden auch einen separaten Bildschirm für Arbeiten am Notebook nutzen, da sie eine ergonomischere Arbeitshaltung ermöglichen. 

  • Am besten schaut man entspannt von oben auf den Bildschirm herab, so als würde man ein Buch lesen. Für optimales Sehen sollte der Monitor so weit nach hinten geneigt sein, dass der Blick senkrecht auf den Bildschirm trifft. So ist sichergestellt, dass der Kopf beim Blick auf den Monitor leicht gesenkt ist, was Verspannungen vorbeugt. 

  • Öfter die Sitzhaltung ändern und Bewegungspausen machen, um Verspannungen im Rücken vorzubeugen. Einige Übungen finden Sie hier.

Ergonomie-Check Home-Office
Link zur Unterweisungshilfe

Wird für einen beschränkten Zeitraum Home-Office empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. Sie ist abzugrenzen von der klassischen Form des Home-Office, der Telearbeit. Telearbeit heißt: Der Arbeitgeber richtet im Privatbereich von Beschäftigten einen Arbeitsplatz mit der entsprechenden Ausstattung ein und regelt die Arbeit von zuhause arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung. Hierfür macht die Arbeitsstättenverordnung entsprechende Vorgaben. 

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht. In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden

Unterweisungen und wiederkehrende Prüfungen (z. B. von Arbeitsmitteln, überwachungsbedürftigen Anlagen) unterliegen Fristen. Möglicherweise sind diese Fristen im Moment schwer einzuhalten, da es Konflikte mit der Forderung gibt, Menschenansammlungen zu vermeiden, da sich nicht alle Beschäftigten im Betrieb aufhalten oder die zur Prüfung befähigten Personen nicht verfügbar sind. Hier muss unter Abwägung des Risikos entschieden werden: Erstunterweisungen (Unterweisungen für neue Mitarbeiter, zu neuen Tätigkeiten oder bei neuen Arbeitsbereichen) müssen auf jeden Fall unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden. Bei Wiederholungsunterweisung ist auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung die Dringlichkeit der Unterweisung zu prüfen und sofern verantwortbar eine Verschiebung des Unterweisungstermins vorzusehen. Die Unterweisungen müssen aber auf jeden Fall so bald wie möglich nachgeholt werden.
Bei wiederkehrenden Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen ist ebenfalls auf Basis der betrieblichen Situation abzuschätzen, inwieweit die Verlängerung der Prüffristen zulässig erscheint, dies ist auch zu dokumentieren. Die Verlängerung der Fristen darf nicht zu einer erhöhten Gefährdung der Beschäftigten führen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Empfehlungen, um die Verwendung von Arbeitsmitteln in sicherer Weise zu ermöglichen, wenn festgelegte Prüffristen aufgrund der derzeit bestehenden Einschränkungen, die auf die SARS-CoV-2-Pandemie zurückzuführen sind, nicht eingehalten werden können.

Umgang mit Prüfpflichten von Arbeitsmitteln während der SARS-CoV-2-Pandemie
PDF-Datei

Unterweisung zur Anwendung von PSA gegen Absturz während der Coronavirus-Pandemie
PDF-Datei

Handlungshilfen für:

Unternehmen
Externer Link

Betriebliche Ersthelfende
Externer Link

Ermächtigte Auszubildende
Externer Link

 

Allgemeines zur Betriebshygiene

Im Zuge der Maßnahmen gegen das Coronavirus kann es vorkommen, dass Gebäude oder Gebäudeeinheiten vorübergehend nicht genutzt werden können. Die Nicht-Nutzung von Trinkwasser-Installationen kann das Risiko einer Verkeimung mit Legionellen und anderen pathogenen Keimen erhöhen. 

Alle wichtigen Informationen:
Stilllegung Trinkwasser-Installation
PDF-Datei

Die genannten Hinweise entsprechen den Vorgaben und Empfehlungen des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.). Kommunale Gesundheitsämter können weiterführende Maßnahmen vorgeben. 

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
Vorübergehende Stilllegungen von TrinkwasserInstallationen in Gebäuden
Externer Link | PDF-Datei

Hier die Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): 
„Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Besteck oder Geschirr gelangen und auf diesen festen Oberflächen eine Zeit lang überleben.
Eine Schmierinfektion erscheint dann möglich, wenn das Virus über das Besteck oder über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen
wird. Dem BfR sind jedoch bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt.“

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Externer Link

Die Gleichwertigkeit von Mund-Nase-Bedeckung (MNB) und sogenannten Face Shields werden aktuell in der Fachwelt kontrovers diskutiert und untersucht.

Kommt der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu dem Schluss, dass durch das Tragen der MNB Beschäftigte an Arbeitsplätzen einer erhöhten Belastung (z.B. in der Küche oder Backstube) ausgesetzt sind, oder andere relevante Gründe wie z.B. die Lebensmittelhygiene, erschwerte Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern (z.B. Gehörlose) vorliegen, kann im Einzelfall ein geeigneter Vollgesichtsschutz getragen werden. Dieser hat das Gesicht vollständig abzudecken. Wird ein solcher Gesichtsschutz verwendet, so muss dieser für jeden Beschäftigten einzeln (personenbezogen) bereitgestellt werden. Die Reinigung dieser persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und die hygienegerechte Aufbewahrung müssen sichergestellt sein.
 

Laut Aussage des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) gibt es derzeit keine nachgewiesenen Fälle, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit den Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert haben.

Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden?
Aktualisierte Fragen und Antworten des BfR
Externer Link

Für Arbeitsplätze, an denen bereits ein Hautschutzplan aufgrund von Hautgefährdungen oder Hygienevorschriften vorhanden ist, sind die dort festgelegten Maßnahmen weiterhin zu beachten und keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Für Personen, die sonst keine Tätigkeiten mit erhöhter Hautbelastung ausüben, z.B. Kassenkräfte, Bürokräfte, Personen an der Information, Rezeption kann sich infolge der zusätzlichen Hygienemaßnahmen der Pflegebedarf der Hände erhöhen. Häufiges Händewaschen, die Händedesinfektion und das Tragen von Handschuhen belasten die Haut. Die konsequente Anwendung von Hautpflegemitteln zur Regeneration der Hautbarriere und Vermeidung von Hautveränderungen ist deshalb sehr wichtig.

Die Anwendung von Hautpflegemitteln ist hier, insbesondere nach Arbeitsende, besonders wichtig. Hautpflegemittel unterstützen die Regenerationsfähigkeit der Haut. Für das Eincremen nach der Arbeit und in der Freizeit sind fetthaltige Cremes zu empfehlen, um der Haut ausgewaschene Fette und Feuchtigkeit zurückzugeben.
Empfohlen wird die Anwendung duftstofffreier Produkte. Der Nutzen von Pflegemaßnahmen ist sehr hoch einzuschätzen.

Üblicherweise werden Hautpflegemittel während längeren Pausen und nach Arbeitsende aufgetragen.  Sie können aber auch zwischendurch, z.B. nach dem Händewaschen, angewendet werden.

Tipp: Beim Eincremen an Fingerkuppen, Nagelfalz und Fingerzwischenräume denken!

Werden Einmalhandschuhe verwendet, ist folgendes zu beachten:

  • Handschuhe möglichst wechseln, wenn sie innen feucht sind. Eventuell Baumwollhandschuhe unterziehen (ebenfalls rechtzeitig wechseln)

  • Nach der Benutzung Hautpflegemittel auftragen

Die Anwendung von Hautschutz- oder Hautpflegemitteln unter Einmalhandschuhen wird nicht empfohlen, da für eine Schutzwirkung (Verringerung der Hautquellung, bzw. des Schwitzens) bisher keine überzeugenden Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Zudem kann je nach Zubereitungsform das Aufquellen der Haut unter dem Handschuh und das Herauslösen von Handschuhinhaltsstoffen gefördert werden.
 

Eine Reinigung von Gläsern, auch Biergläsern, im Geschirrspüler oder in Gläserspülmaschinen bei 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur ist besonders effizient. Wo dies nicht möglich ist, sollte bei manuellen Spülprozessen möglichst heißes Wasser (> 45 °C, jedoch zum Schutz der Hände nicht höher als 50 °C) mit Spülmittel verwendet werden. Bei der Verwendung von kälterem Wasser ist in besonderem Maße auf eine ausreichende Menge des Spülmittels, längere Verweildauer der Gläser im Spülbecken sowie eine sorgfältige mechanische Reinigung und anschließende Trocknung der Gläser zu achten.

Piktogramm: Gläser spülen
Zum Download

Einschätzungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR)
Externer Link

Bund und Länder haben am 15. April beschlossen, dass "jedes Unternehmen in Deutschland auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept" umsetzen muss. 
Um die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen, reicht es aus, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, wie sie im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard beschrieben sind. Ergänzt und konkretisiert wird der Standard von den branchenspezifischen Hilfestellungen der BGN. Ein darüber hinaus gehendes "Hygienekonzept" in Bezug auf Corona als eigenständiges Dokument ist nicht erforderlich.

In den einzelnen Bundesländern gibt es im Rahmen der Corona-Pandemie sogenannte Hygienepläne, Auslegungshinweise oder Handlungsempfehlungen für einzelnen Branchen oder Tätigkeiten. Zu den Corona-Regelungen in den einzelnen Bundesländern. (Link zu www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198)

Hiervon zu unterscheiden sind die Maßnahmen zur Lebensmittelhygiene, die unverändert weiter gelten:
Für Lebensmittelunternehmerinnen und Lebensmittelunternehmer gelten die allgemeinen Hygienevorschriften des Anhangs II der Verordnung (EG) Nr. 852/2004, z. B. Anforderungen an Betriebsstätten, Räume, Personalhygiene etc., sowie ergänzende Regelungen in der nationalen Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV).
Diese Regelungen dienen dem Ziel, die einwandfreie Beschaffenheit von Lebensmitteln von der Herstellung bis zur Abgabe an den Verbraucher sicherzustellen. 
Die im Rahmen eines HACCP-Konzeptes betrieblich festgelegten Hygienemaßnahmen und Hygieneregeln sind auch weiterhin umzusetzen. Hilfestellungen bieten hier die „Leitlinien für eine gute Hygienepraxis“ für die einzelnen Branchen.

Weitere Infos zur Lebensmittelhygiene
 

Zur Gefährdungsbeurteilung im Zusammenhang mit den neuen Coronaviren sind insbesondere die Risiken des Kontaktes mit anderen Menschen während der beruflichen Tätigkeit zu betrachten. Wenn Reinigungsarbeiten während des laufenden Betriebes ausgeführt werden müssen, sollte der Einsatz so organisiert werden, dass dieser in weniger stark frequentierten Zeiten erfolgt. Die Zimmerreinigung sollte möglichst dann erfolgen, wenn kein Gast im Zimmer ist.

Auch bei der Durchführung von Reinigungsarbeiten müssen wo möglich die entsprechenden Abstandsregeln eingehalten werden (mind. 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen Personen). Regelmäßiges Lüften dient der Hygiene und fördert die Luftqualität. Durch das Lüften wird die Zahl möglicherweise in der Luft vorhandener erregerhaltiger, feinster Tröpfchen reduziert. Daher sollte beim Betreten des zu reinigenden Zimmers erst gelüftet werden.

Bei unvermeidbarem Kontakt zu anderen Personen bzw. nicht einhaltbaren Schutzabständen sollten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden.Das jetzt verstärkte und häufige Händewaschen belastet die in der Regel ohnehin stark beanspruchten Hände von Reinigungskräften zusätzlich. Umso wichtiger ist es, die Haut noch sorgfältiger zu schützen und intensiv zu pflegen. Bei allen Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten sollten geeignete Schutzhandschuhe mit langen Stulpen und Stoffunterziehhandschuhe getragen werden, die innen trocken sind und bleiben. Gegen das Schwitzen im Handschuh helfen Unterziehhandschuhe aus saugfähigem Material, ein häufiger Handschuhwechsel und spezielle Hautschutzmittel. Die Hände sollten jetzt noch häufiger als sonst mit geprüften, duftstofffreien Hautpflegemitteln eingecremt werden.

Reinigungsmittel müssen auch in Zeiten von Corona nicht höher dosiert werden als angegeben. Eine zu hohe Dosierung schadet den Oberflächen, der Haut oder den Atemwegen. Bei der Verwendung gilt der Grundsatz: Wischen statt Sprühen. Werden Reinigungs- oder Desinfektionsmittel gesprüht und nicht gewischt, besteht die Gefahr, dass kleine Tröpfchen in die Atemwege der Beschäftigten gelangen, was die Schleimhaut schädigen kann. 

Der Umgang mit möglicherweise infektiösem Material (Spritzen, Abfälle, Bettwäsche, Handtücher) ist schon immer Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung im Bereich House-Keeping, siehe auch hierzu ASI 10.12 „Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe verbessern“ der BGN. Die betrieblich festgelegten Maßnahmen sind weiterhin umzusetzen.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Reinigungsgewerbe
Externer Link | PDF-Datei

Handlungshilfe zum Umgang mit Desinfektionsmitteln
Externer Link | PDF-Datei

 

Gefährdungsbeurteilungen

Sie haben den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard erfolgreich umgesetzt? Schicken Sie uns Ihre konkrete, betriebliche Umsetzung (Fotos und Text) an praemienverfahren@bgn.de. Nach Prüfung schreiben wir Ihnen 10 Prämienpunkte gut! 

Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung im Sinne des SARS -CoV2- Arbeitsschutzstandards

Nahrungsmittel- und Getränkebetriebe: Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung im Sinne des SARS -CoV2- Arbeitsschutzstandards

Nahrungsmittel- und Getränkebetriebe

Online lesen PDF-Version

Supplementation of Risk Assessment in Accordance with the SARS-CoV2 Occupational Health and Safety Standards

Food and Beverage Industry
 


BGN-Handlungshilfen

Hinweis:

Da die Entwicklungen in der Corona-Pandemie sehr dynamisch sind, bieten wir unsere Handlungshilfen nur zum Download an - keine gedruckten Fassungen. So erhalten Sie immer die aktuelle Version.

Pandemie- und Infektionsnotfallplan

Pandemic Plan SARS-CoV-2 Pandemic

Short version
 

Piano di prevenzione per la pandemia SARS-CoV-2

Versione breve
 

Betriebliche Maßnahmen

Lüftungstechnische Maßnahmen in der Lebensmittelindustrie

BGN LüftungstechnischeMaßnahmen Lebensmittelindustrie

Lebensmittelindustrie

Online lesen PDF-Version

Verringerung des Infektionsrisikos in Sammelunterkünften

Maßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos in Sammelunterkünften und bei gemeinschaftlicher Unterbringung.

und bei gemeinschaftlicher Unterbringung

Online lesen PDF-Version

Stilllegung Trinkwasser-Installation

Betriebsanweisung Coronavirus SARS-CoV-2

Betriebsanweisung Coronavirus SARS-CoV-2

Bäckereien, Fleischereien und Gastronomiebetriebe
Weitere BGN-Betriebsanweisungen: www.bgn-branchenwissen.de

DOC-Datei

TAD-Hotline

0621 4456 - 3517

tad_bb_praevention@bgn.de tad_bb_praevention@bgn.de

Corona-Schutzmaßnahmen

Beispiele guter Praxis aus der Nahrungs­mittel­her­stellung

Wir zeigen Ihnen, wie die Nahrungs­mittel­her­stellung mit der Heraus­­for­derung umgeht, die Hygiene­standards einzu­halten.

weiterlesen
SARS-CoV-2

Plakate und Medien

Plakate und Medien rund um das Coronavirus
(Link zur DGUV)

weiterlesen
Infektionen vorbeugen

Infografiken

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

weiterlesen